Hallo, hier wieder die Luna 🐾 und nun offiziell Stubenrein-in-Ausbildung, inoffiziell Expertin für Missverständnisse)
Also. Man sagt ja immer: „Das ist doch ganz einfach – Hund raus, Hund macht Pipi, alle glücklich.
Ich möchte dazu aus meiner Sicht etwas klarstellen.
Früher: Bosnien, Straße, Freiheit
Bevor ich hier auf dem Sofa mit Kissen, Decken und Menschen wohne, war ich ein Straßenhund in Bosnien.
Dort gab es keine Wohnung, keine Uhrzeiten und ganz sicher keine festen Pipiplätze. Wenn ich musste, dann musste ich.
Straße? Okay.
Gras? Super.
Erde? Auch gut.
Neben einem Marktstand? Naja … besser als platzen.
Regen, Sonne, Nacht – mein Körper hat entschieden, nicht der Kalender.
Jetzt: Wohnung, Regeln und viele Erwartungen
Plötzlich lebe ich mit Menschen. Die sind lieb. Wirklich.
Aber sie haben sehr genaue Vorstellungen, wo und wann ich pinkeln soll.
Drinnen: NEIN ❌
Draußen: JA ✅
Aber nur, wenn wir gerade dort sind. Versteht ihr das Problem? Manchmal sagen sie:„Luna, wir waren doch gerade draußen!“Ja. Waren wir.
Aber mein Bauch wusste das da noch nicht.
Warum Unfälle passieren (und nicht aus Trotz!)
Ich mache das nicht, um jemanden zu ärgern. Ich denke nicht: „Oh, der Teppich ist neu, perfekt!“
Es ist eher so: Mein Körper hat lange gelernt, keine Signale zu unterdrücken
Sicherheit hieß früher: Jetzt sofort erledigen
Drinnen ist warm, ruhig und fühlt sich… sicher an.
Und Sicherheit ist für einen ehemaligen Straßenhund alles.
Was mir hilft?
Geduld.
Routinen.
Ruhige Stimmen statt Drama.
Und Menschen, die verstehen: Lernen braucht Zeit – besonders, wenn man vorher ganz anders überleben musste.
Wenn ich draußen alles richtig mache und gelobt werde, merke ich mir das.
Wenn drinnen etwas schiefgeht und niemand böse ist, lerne ich trotzdem – ohne Angst.
Mein Fazit 🐶
Stubenrein werden ist kein Knopf, den man drückt, es ist ein Prozess. Und für Hunde wie mich bedeutet es, alte Überlebensregeln gegen neue Wohnungsregeln zu tauschen.
Ich gebe mir Mühe. Wirklich.
Und ich verspreche: Ich lerne jeden Tag dazu.
Eure Luna 🐾💛